Informationen über Husten

Symptome für Atemwegserkrankungen:

Husten ist nur ein Symptom für eine Erkrankung der Atemwege und muss auch nicht zwingend vorhanden sein. Generell gilt: Je akuter die Erkrankung, desto heftiger und „bellender“ der Husten; je länger eine Reizung und Störung der Lungenfunktion schon besteht, desto flacher wird der Husten und ist schließlich kaum noch oder nur sporadisch bei Belastung zu hören. Die Lungenschädigung besteht deshalb aber trotzdem weiter – wenn ein Pferd nicht hustet, heißt das noch lange nicht, dass alles in Ordnung ist! Viele Pferdehalter reagieren deshalb oft zu spät, weil das Pferd ja „nur gelegentlich kurz hustet“.

Was passiert:

Bei einem chronischen Huster lagert sich zäher Schleim in der Lunge ab, dieser Schleim verklebt die Flimmerhärchen, die den Schmutz aus der Lunge transportieren sollen verkleben mit der Zeit, das Lungenvolumen verkleinert sich so immer weiter, die Fläche zum aktiven Gasaustausch wird kleiner und kleiner, dem Pferd steht immer weniger Sauerstoff zur Verfügung. Dass tief in der Lunge die Veränderungen derweil weitergehen, fällt meist erst auf, wenn die Leistungsfähigkeit des Pferdes generell stark nachlässt und es bei jeder Anstrengung außer Atem kommt.

 

Immer gleich ein Tierarzt?

Bei gleichzeitigem Fieber, Fressunlust und gestörtem Allgemeinbefinden den Tierarzt auf jeden Fall sofort verständigen. Ansonsten ist jeder Husten tierärztlich abzuklären, der länger als vier Tage anhält und/oder der (auch in größeren Abständen) regelmäßig wiederkehrt, z.B. jeden Winter.